Konkurrenz

Hast du jemals das Gefühl, dass dein tierlicher Freund mit dir konkurriert?

Konkurrenz – ein Thema, was uns als Menschen früh beigebracht und gefördert wird. Im Sport, in der Schule, später im Beruf, in der Spiritualität, …

Irgendwann verinnerlichen und leben wir diese Konkurrenzidee.

Wie sonst können wir Menschen so viele Kriege führen?

Sind vielleicht all die Kriege ein Spiegel für den Krieg, den wir gegen uns selber, und in unseren Gemeinschaften führen?

Konkurrenzgedanken trennen, sie schmerzen, sie lassen uns Mangel spüren und Abwertung. Genau so wie Gefühle der Überheblichkeit und Überlegenheit.

Du kennst sie auch, diese Konkurrenzgedanken, oder?

Weil wir gelernt haben zu vergleichen und zu unterscheiden.

Das alleine wäre keine Sache, wenn wir nicht irgendwann der Idee verfallen wären, dass wir alle gleich sein sollten. Der Idee von Besser oder Schlechter. Der Idee davon, dass wir eine Daseinsberechtigung benötigen.

Und wieder einmal sind unsere Tierfreunde so wundervolle Erinnerer. Denn Tiere leben keine Konkurrenz. Tiere lernen voneinander, statt einander übertrumpfen zu wollen. Tiere fühlen in jedem Moment, dass sie zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind. Diese Selbstverständlichkeit und Freude am Dasein. Ohne Bedingungen.

Denn die Bedingungen stellen nur wir Menschen.

Als kleine Kinder waren wir auch so. Verwurzelt im Sein und überzeugt davon, dass uns alles gelingt.

Erinnerst du dich, wie du gerne von den Grossen gelernt hast. Nie wäre es dir in den Sinn gekommen, besser sein zu wollen als die Grossen. Dafür wolltest du auch so wie sie werden.

Ursprünglich kommt das Wort Konkurrenz von «concurrentia», was soviel heisst wie Zusammentreffen. Und genau darum geht es doch. Dass wir zusammentreffen – urteilsfrei. Um voneinander zu lernen, einander zu unterstützen und in unserer Individualität zu bestärken. Denn Vielfalt dient uns allen. Gleichheit und Urteil dagegen begrenzen und lassen uns wiederholen, statt neu zu entdecken.

Lasst uns also die Freude am Entdecken, die Neugier und die Freiheit von Bedingungen wieder finden. Lasst uns einander Mut machen uns untereinander in unserer Einzigartigkeit zu zeigen. Damit Inspiration, Möglichkeiten und Chancen unsere Gemeinschaften prägen.

Jede Begegnung mit Tieren ist eine wunderbare Übungsmatte. Einander, wie Tiere uns vormachen, unvoreingenommen begegnen, miteinander spielen und dabei neu entdecken, statt Wissen zu verbreiten und dabei Chancen verstreichen zu lassen.

So lade ich dich ein, für einmal die Führung deinem tierlichen Gegenüber zu überlassen. Dich einzulassen, zu fragen und dann aus deinem Herzen heraus deine Eingebungen zu teilen. Dich zu erfreuen an den Überraschungen und eurer gemeinsamen Schöpfung.

Lass uns ein neues Zusammentreffen kreieren...eines, wo wir alle wieder entspannt spielen dürfen. Denn Entspannung bietet auch die grösste Hilfe, alles zu schaffen.

Von Herz zu Herz, Franziska

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Es ist wie es ist